
Baby
- Rasse
- Mischling
- Geschlecht
- Rüde
- Alter
- unter 1 Jahr
- Träger
- Verein Teufels Hunde
Die Geschichte
Baby – ein starker Charakter. Ein schwieriger Start. Und ein Happy End.
Baby hat sein Zuhause gefunden. Eine tolle Familie in Salzburg, die mit ihm glücklich und zufrieden ist. Eine Hundetrainerin, die seine Menschen begleitet. Und einen Platz in einem Leben, das zu ihm passt.
Baby ist unsere letzte erfolgreiche Vermittlung bei den Teufels Hunden. Und wenn alle glücklich sind – der Hund, seine Familie und die Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiten –, dann sind wir es auch.
Aber seine Geschichte hätte ganz anders ausgehen können. Genau das macht dieses Happy End für mich so besonders.
Als ich mich entschieden habe, Baby in unseren Verein Teufels Hunde zu übernehmen, war er gerade einmal zehn Wochen alt. Und wir waren bereits seine dritten Besitzer.
Zehn Wochen auf dieser Welt. Und schon bei den dritten Menschen angekommen.
Sein Leben hatte kaum begonnen, und trotzdem waren seine vorherigen Besitzer bereits schwer mit ihm überfordert gewesen. Der Grund: Baby war sehr charakterstark.
Und Baby ist sehr charakterstark.
Für mich war das keine schlechte Eigenschaft. Im Gegenteil. Aber charakterstark zu sein, ist heutzutage für einen Hund leider eine schlechte Voraussetzung. Damit ist ihm oft schon ein schweres Leben prophezeit. Denn die heutige Gesellschaft kann keine charakterstarken Hunde mehr führen. Sie ist durch unseren ewigen Wohlstand total schwach und verweichlicht geworden.
Das sieht man auch daran, dass rein positives Training überhaupt so viel Gehör finden konnte.
Wenn Wörter wie Führung, Konsequenz oder Struktur bereits negativ behaftet sind, dann sollte man sich einmal grundsätzlich überlegen, was da eigentlich los ist.
Ein charakterstarker Hund ist eigentlich das Beste, was man bekommen kann. Ein furchtloser Hund, der etwas mitbringt. Mit einem solchen Hund könnte man einen Krieg gewinnen – oder eine Weltmeisterschaft.
Doch dieselbe Stärke, mit der ein Hund Großes leisten könnte, wird ihm zum Verhängnis, wenn seine Menschen nicht damit umgehen können.
Und genau so ein furchtloser, charakterstarker Hund war Baby.
Ich erinnere mich an eine Situation am See. Baby war damals gerade einmal zehn oder elf Wochen alt. Ich hielt ihn ins Wasser, und er schwamm sofort los.
Er liebt das Wasser bis heute.
Auch vor den anderen Hunden hatte er keine Angst. Er warf sich sofort ins Getümmel und zeigte allen, wer er war. Da war ein kleiner Hund mit einem großen Charakter, der sich keineswegs davor fürchtete, mitten im Geschehen zu sein.
Für mich steckte in diesem Welpen unglaublich viel. Aber ich wusste auch, wohin sein Weg führen würde, wenn jetzt niemand rechtzeitig die Verantwortung übernahm.
Für mich war damals klar: Übernehme ich Baby nicht sofort mit seinen zehn Wochen, wird er zum Wanderpokal.
Er würde weitergereicht werden. In seinem Fall würde daraus irgendwann ein schwer verhaltensauffälliger Hund werden. Und am Ende würde er erst wieder bei den Teufels Hunden landen.
Nur eben nicht mehr als zehn Wochen alter Welpe, bei dem man rechtzeitig eingreifen konnte.
Dieser Gedanke ist das Traurige an seiner Geschichte: Dass ein Hund schon ganz am Anfang seines Lebens auf einen Weg geraten kann, dessen Ende später vielleicht niemand mehr verantworten möchte. Dass aus einer eigentlich wertvollen Eigenschaft irgendwann der Grund werden könnte, warum ihn keiner mehr haben will.
Ich wollte nicht warten, bis es so weit war.
Deshalb habe ich mich entschieden, Baby sofort zu übernehmen. Kostenlos natürlich. So wie wir grundsätzlich alle Welpen kostenlos übernehmen.
Wir machen das, um präventiv dafür zu sorgen, dass der eine oder andere Hund gar nicht erst die Möglichkeit bekommt, verhaltensauffällig zu werden. Wir wollen rechtzeitig eingreifen, statt erst dann zu handeln, wenn aus der Überforderung längst ein schwerwiegendes Problem geworden ist.
Leider wird unser System immer wieder massiv von Neidern blockiert und kritisiert. Öffentlich kritisiert. Diese Menschen sorgen dafür, dass wir öffentlich oft massiv in ein schlechtes Licht gerückt werden.
Würden sie ihre Energie einmal selbst in richtige Arbeit investieren, wäre das im Endeffekt für die Hunde und für uns alle am besten.
Aber das ist eine andere Geschichte.
Zurück zu Baby. Denn hier geht es um sein Leben. Und darum, dass sein Weg eine andere Richtung genommen hat.
Baby blieb einige Wochen bei uns, bis zu seinem Zahnwechsel. Nach seinem Zahnwechsel fanden wir für ihn eine tolle Familie in Salzburg.
Sie ist Pädagogin, genauer gesagt Kindergartenpädagogin. Ihr Mann ist ebenfalls Pädagoge und arbeitet als Lehrer in einer Schule, unter anderem als Sportlehrer.
Eine sportliche Familie ist immer eine gute Voraussetzung für einen Hund.
Denn ein Hund hat nichts von einem großen Haus und Garten. Ein großes Haus und ein großer Garten sind für einen Hund komplett wertlos. Ein Hund will raus in die Natur. Er will immer und überall dabei sein: im Büro, draußen in der Natur, beim Kaffeetrinken – überall.
Er will nicht einfach nur irgendwo untergebracht sein. Er soll am Leben seiner Menschen teilnehmen.
Und für Baby fanden wir diese tolle, sportliche Familie.
Baby wurde erfolgreich vermittelt. Aber mit seinem Einzug ins neue Zuhause hörte die Geschichte nicht auf.
Wir empfahlen seiner Familie auch gleich eine Hundetrainerin. Und seine neuen Menschen warteten nicht lange: Bereits wenige Tage, nachdem Baby bei ihnen eingezogen war, gingen sie mit ihm zu genau dieser Trainerin.
Dort sind sie bis heute.
Sie haben die Unterstützung angenommen und sind drangeblieben. Heute sind alle glücklich und zufrieden. Seine Familie ist glücklich. Baby ist glücklich. Und damit sind wir es auch.
Für mich haben wir damit ein Leben gerettet, bevor überhaupt fragwürdig werden konnte, ob es irgendwann frühzeitig beendet wird.
Durch die Euthanasie eines gesunden Hundes.
Nur weil er verhaltensauffällig geworden wäre, weil der Mensch sich nicht ordentlich um ihn gekümmert hätte.
Das war das mögliche Ende, vor dem ich Baby bewahren wollte. Nicht erst irgendwann, wenn bereits alles eskaliert wäre, sondern mit zehn Wochen. Als wir noch die Möglichkeit hatten, seinem Leben rechtzeitig eine andere Richtung zu geben.
Heute erzählen wir deshalb nicht die Geschichte eines Hundes, der immer weitergereicht wurde, bis niemand mehr mit ihm zurechtkam.
Wir erzählen die Geschichte von Baby. Einem Welpen, dessen Menschen schon nach wenigen Lebenswochen überfordert waren. Einem Hund, dessen starker Charakter ihm beinahe zum Verhängnis hätte werden können. Und einem Hund, für den wir rechtzeitig die passende Familie gefunden haben.
Baby liebt bis heute das Wasser. Er ist bis heute charakterstark. Und er hat jetzt Menschen an seiner Seite, die sich mit ihm begleiten lassen und mit ihm glücklich sind.
Mit zehn Wochen waren wir bereits seine dritten Besitzer. Heute hat Baby sein Zuhause gefunden.
Genau dafür gibt es die Teufels Hunde. Damit aus einem starken Charakter nicht erst ein tragisches Schicksal werden muss.
Passt zu
Was Baby an einem Zuhause braucht. Wenn etwas nicht passt, sagen wir es hier und nicht erst beim Kennenlernen.
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Bilder von Baby

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