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Hilfe bei Verhaltensproblemen

Mein Hund ist unsauber

Dein Hund wird in der Wohnung unsauber, obwohl er eigentlich stubenrein war. Dieses Verhalten ist oft ein Zeichen für ein zugrunde liegendes Problem und keine böse Absicht.

Geprüft am 12. September 2026 · Beratung von Georg Resch

Woran du es erkennst

Du erkennst es daran, dass dein Hund an Stellen in der Wohnung uriniert oder kotet, wo er es normalerweise nicht tun würde. Das kann in deiner Anwesenheit geschehen oder wenn du nicht da bist. Achte auf die Häufigkeit, die Menge und die Konsistenz der Ausscheidungen sowie auf die genauen Orte, an denen es passiert. Manchmal sind es auch nur kleine Mengen, die auf Inkontinenz hindeuten können.

Woher es kommt

Die Ursachen sind vielfältig. Zuerst müssen medizinische Gründe wie Harnwegsinfektionen, Nierenprobleme, Diabetes, altersbedingte Inkontinenz oder Schmerzen ausgeschlossen werden. Ist dein Hund gesund, können Stress (Umzug, neue Familienmitglieder, Veränderungen im Alltag), Angst, unzureichende Spaziergänge, Markierverhalten oder auch eine unzureichende Stubenreinheitserziehung in der Vergangenheit die Ursache sein.

Was du sofort tun kannst

Gehe umgehend zum Tierarzt, um medizinische Ursachen auszuschließen. Beobachte deinen Hund genau: Wann, wo und wie oft passiert es? Reinige die betroffenen Stellen gründlich mit einem Enzymreiniger, um Gerüche zu entfernen, die deinen Hund zum erneuten Markieren animieren könnten. Gehe häufiger und in kürzeren Abständen mit deinem Hund nach draußen, besonders nach dem Aufwachen, Fressen und Spielen.

Was nicht funktioniert

Deinen Hund für die Unsauberkeit zu bestrafen, ist absolut kontraproduktiv. Er versteht die Strafe nicht und wird dadurch nur ängstlicher, was das Problem oft verschlimmert. Auch das Reiben seiner Nase in den Ausscheidungen ist eine veraltete und schädliche Methode. Den Hund einfach ignorieren oder hoffen, dass es von selbst aufhört, wird ebenfalls nicht helfen.

Wann es ernst wird

Die Situation ist ernst, wenn dein Hund plötzlich und ohne erkennbaren Grund unsauber wird, große Mengen uriniert oder kotet, oder wenn er Anzeichen von Schmerzen beim Wasserlassen oder Kotabsatz zeigt. Auch wenn die Unsauberkeit trotz häufiger Spaziergänge und sauberer Umgebung anhält, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um das Wohl deines Hundes zu gewährleisten.

Wenn dein Hund, der eigentlich stubenrein war, plötzlich wieder in die Wohnung macht, ist das frustrierend und besorgniserregend. Es ist wichtig, dieses Verhalten nicht als böse Absicht oder Trotz zu interpretieren. Ein Hund, der unsauber wird, versucht dir auf seine Weise etwas mitzuteilen oder leidet unter einem Problem, das er nicht anders ausdrücken kann. Dein Hund weiß, dass er seine Geschäfte draußen erledigen soll, und wenn er es drinnen tut, hat das fast immer einen tieferen Grund. Beobachte genau, wann und wo die Unsauberkeit auftritt. Ist es immer an derselben Stelle? Zu bestimmten Tageszeiten? Oder in bestimmten Situationen, zum Beispiel wenn du nicht zu Hause bist?

Der erste und wichtigste Schritt ist immer der Gang zum Tierarzt. Viele medizinische Ursachen können zu Unsauberkeit führen, von Harnwegsinfektionen über Nierenprobleme, Diabetes bis hin zu altersbedingten Inkontinenzen oder Schmerzen, die das Halten erschweren. Solange eine medizinische Ursache nicht ausgeschlossen ist, solltest du keine Verhaltensmaßnahmen ergreifen, da diese nutzlos wären und deinem Hund nicht helfen würden. Dein Tierarzt kann durch eine gründliche Untersuchung feststellen, ob körperliche Beschwerden vorliegen. Ein konkreter Handlungsschritt ist, alle Symptome und Beobachtungen detailliert zu notieren, bevor du den Tierarzt aufsuchst. Dazu gehören Häufigkeit, Menge, Farbe des Urins oder Kots, ob dein Hund beim Lösen Schmerzen zeigt oder ob er ungewöhnlich viel trinkt.

Ist die medizinische Seite abgeklärt und dein Hund körperlich gesund, dann liegt die Ursache wahrscheinlich im Verhaltensbereich. Stress ist ein häufiger Auslöser. Veränderungen im Haushalt, ein Umzug, ein neues Familienmitglied, ein neuer Tagesablauf oder sogar Konflikte innerhalb der Familie können deinen Hund so sehr belasten, dass er unsauber wird. Auch Angst, zum Beispiel vor lauten Geräuschen oder dem Alleinsein, kann dazu führen, dass dein Hund seine Blase oder seinen Darm nicht mehr kontrollieren kann. Manchmal ist es auch ein Zeichen von Markierverhalten, besonders bei unkastrierten Rüden, aber auch bei Hündinnen, die ihr Territorium abgrenzen wollen. Beobachte, ob die Unsauberkeit in Verbindung mit bestimmten Ereignissen oder Personen steht. Gibt es neue Gerüche oder Gegenstände in der Wohnung, die dein Hund markieren möchte?

Es ist auch möglich, dass dein Hund einfach nicht genug Möglichkeiten bekommt, sich zu lösen. Vielleicht sind die Spaziergänge zu kurz, zu selten oder finden zu unregelmäßig statt. Oder er hat gelernt, dass er draußen unter Stress steht und sich dort nicht entspannen kann, um seine Geschäfte zu erledigen. Dann verrichtet er sie lieber in der vermeintlich sicheren Umgebung der Wohnung. Deine Aufgabe ist es nun, detektivisch vorzugehen, die genauen Umstände zu beobachten und herauszufinden, wann und wo die Unsauberkeit auftritt, um die Ursache zu identifizieren. Nur so kannst du deinem Hund gezielt helfen und das Problem nachhaltig lösen. Geduld und Verständnis sind dabei deine wichtigsten Begleiter. Ein konkreter Handlungsschritt ist, die Spaziergänge zu verlängern und zu regelmäßigeren Zeiten anzubieten. Gehe mit deinem Hund an verschiedene Orte, damit er sich in Ruhe lösen kann. Belohne ihn ausgiebig, wenn er draußen seine Geschäfte erledigt. Reinige die betroffenen Stellen in der Wohnung gründlich mit einem speziellen Enzymreiniger, um Geruchsspuren zu entfernen, die ihn zum erneuten Markieren animieren könnten. Schaffe eine entspannte Atmosphäre für deinen Hund und vermeide unnötigen Druck.

Was Georg konkret macht

Nachdem medizinische Ursachen ausgeschlossen wurden, analysieren wir gemeinsam die Verhaltensmuster deines Hundes und die Umstände der Unsauberkeit. Wir identifizieren mögliche Stressoren oder Verhaltensauslöser und entwickeln einen individuellen Plan, um deinem Hund wieder zu mehr Sicherheit und Stubenreinheit zu verhelfen. Dies kann eine Anpassung der Spaziergänge, Stressmanagement oder gezieltes Training umfassen, um die zugrunde liegenden Probleme zu lösen.

Der erste Schritt ist immer die Verhaltensanalyse: Wir sehen uns den Hund und die Situation an und sagen dir klar, was geht und was nicht. 250 € pro Termin.

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Wann wird aus dem Verhalten ein Sicherheitsproblem?

Die Situation ist ernst, wenn dein Hund plötzlich und ohne erkennbaren Grund unsauber wird, große Mengen uriniert oder kotet, oder wenn er Anzeichen von Schmerzen beim Wasserlassen oder Kotabsatz zeigt. Auch wenn die Unsauberkeit trotz häufiger Spaziergänge und sauberer Umgebung anhält, solltest du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um das Wohl deines Hundes zu gewährleisten.

max. 3,65 €/Min., je nach Anbieter

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Diese Angaben dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine Rechtsberatung. Rechtlich verbindlich ist ausschließlich der Wortlaut im Landesgesetzblatt.

Rechtstexte: Rechtsinformationssystem des Bundes (RIS), www.ris.bka.gv.at, Republik Österreich, CC BY 4.0.

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